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unzulässige Körperstrafen, Verstoß gegen Gewaltverbot



Der die Übertragung der Obsorge an den anderen Teil erfordernde Tatbestand der Gefährdung des Kindeswohls liegt bei nachhaltiger Verletzung des Gewaltverbots vor.

Eine Entziehung der elterlichen Rechte nach § 176 ABGB wegen eines einmaligen Vorfalles (Verletzung des Kindes durch Schläge) wird in der Regel abgelehntfileadmin/entscheidungen/ogh/9ob/9ob254_97m.pdffileadmin/entscheidungen/ogh/1ob/1ob573_92.pdf.

Mit dem verankerten Gewaltverbot ist jede unzumutbare, dem Kindeswohl abträgliche Behandlung untersagt. Das schließt nicht nur Körperverletzungen und die Zufügung körperlicher Schmerzen ("g'sunde Watschn") aus, sondern auch jede sonstige die Menschenwürde verletzende Behandlung, selbst wenn das Verhalten vom Kind im konkreten Fall nicht als "Leid" empfunden werden sollte.

§ 146a ABGB bis 31.01.2013



ABGB  § 146a Das minderjährige Kind hat die Anordnungen der Eltern zu
befolgen. Die Eltern haben bei ihren Anordnungen und deren
Durchsetzung auf Alter, Entwicklung und Persönlichkeit des Kindes
Bedacht zu nehmen; die Anwendung von Gewalt und die Zufügung
körperlichen oder seelischen Leides sind unzulässig.

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