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vorläufige Obsorgeübertragung



Durch vorläufige Maßnahmen soll nicht ohne zwingende Notwendigkeit der endgültigen Obsorgeentscheidung vorgegriffen werden.

Das Gericht kann bis zur endgültigen Entscheidung nach § 176 ABGB vorläufige dringende Maßnahmen treffen. Voraussetzung für eine vorläufige gerichtliche Maßnahme ist, dass die Belassung des Kindes in der bisherigen Umgebung eine solche Gefährdung für das Kind mit sich bringt, dass Sofortmaßnahmen in Form einer Änderung des bestehenden Zustandes dringend geboten erscheinen.

Wenn ständige, nach wenigen Tagen erfolgende Wechsel des Aufenthalts des Kindes bei einem der (getrennt lebenden) Elternteile bei einem knapp über vierjährigen Mädchen zu dessen starker Verunsicherung, zu fehlender Orientierung, zur psychischen Dauerbelastung und bereits zu psychosomatischen Reaktionen führen, ist eine vorläufige Obsorgeentscheidung zulässig.

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