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vorläufiges Besuchsrecht



Es war vor 2005 nicht üblich, während eines laufenden Besuchsrechtsstreites vor der endgültigen Entscheidung ein vorläufiges Besuchsrecht festzusetzen. Eine solche einstweilige Maßnahme erfordert eine akute Gefährdung des Kindeswohles.

Anmerkung: Dies entspricht zum einen nicht mehr der üblichen Praxis bei den Gerichten, andererseits ermöglich das Außerstreitgesetz nunmehr eine solche Regelung, ohne dass eine sonstige Kindeswohlgefährdung Voraussetzung wäre.

Zu verweisen ist darauf, daß es Pflicht des obsorgeberechtigten Elternteiles ist, das Kind auf Kontakte zum anderen Elternteil entsprechend vorzubereiten und selbstverständlich alles zu unterlassen, was der Kontaktaufnahme hinderlich sein könnte. Ein Zuwiderhandeln in diesem Belang gefährdet das Kindeswohl und muß zu Maßnahmen iSd § 176 ABGB, unter Umständen bis zum Entzug der Obsorge, führen.

Grundsätzlich ist eine Entziehung des Besuchsrechts bzw. eine Versagung nur zulässig, wenn alle anderen "gelinderen" Mittel (Besuchscafe, begleitetes Besuchsrecht) ausgeschöpft sind. Das Besuchsrecht kann immer nur vorübergehend oder bis auf weiteres , grundsätzlich jedoch nicht für immer entzogen werden.

Allerdings ist ab dem 14 LJ des Kindes gegen den freien und unbeeinflussten Willen des Kindes ein Besuchsrecht nicht mehr zu regeln oder durchzusetzen.

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